ein haus für das auge
     
     
   
MARCH (gtr). Es ist eine unruhige Woche fär die Mitarbeiter des Rathauses in Hugstetten, denn fast unablässig drohnen am Felsenkeller beim Backhaus die Motorsägen. Am Werk sind aber dieses mal nicht die Waldarbeiter bei der Beseitigung des jüngsten Sturniholzes, sondem vier Holzbildhauer, die - auf Einladung des Kunstvereins - im Rahmen der Kulturtage zeigen, was aus den Bäumen des Mamhwalds werden kann, wenn sie gefallen sind.

Die Künstler haben die ganze Woche über ihre Werkstätten nach Hugstetten verlegt, was den Besuchem die Möglichkeit zum Zuschauen und Fragenstellen gibt. Bis Freitag werden die Holzbildhauer täglich von 10 bis 19 Uhr bei ihrer Arbeit sein, ab 19 Uhr bietet sich die Möglichkeit, sich in aller Ruhe mit den Bildhauern zu unterhalten, dazu bewirtet der Heimatverein. Eine kleine Ausstellung im Dachraum des alten Pfarrhauses gibt außerdem Einblick in die bisherigen Werke der Künstler.

Nachgeschaut ob denn die Bildhauer ihre Arbeit auch richtig machen, hat schon mal die Jugendkunstschule Klecksel des Kunstvereins. Neugierig standen sie neben dem Freiburger Johannes Bierling, der gerade einen dicken, alten Stamm mit Axt und Spaltkeil bearbeitete. Was machst du denn da?", fragte ein Junge, woraufhin Bierling innehielt, kurz überlegte und dann antwortete: So wie du in einem Haus wohnst so will das Auge auch ein Haus. Ich baue was, wo das Auge drin wohnen kann." (...)